Das Geheimnis menschlicher Verhaltensweisen – Das Erwachsenen-Ich

Das Erwachsenen-Ich

Nachdem Sie erfahren haben, welch große Bedeutung das Kindheits-ich und das Eltern-Ich für Ihr Leben haben, welch große Zahl von Wahrnehmungen und Erfahrungen Sie in der Zeit Ihrer frühen Kindheit gespeichert haben, stellt sich die entscheidende Frage:

Welche Möglichkeiten der Veränderung und Weiterentwicklung bleiben Ihnen trotz dieser starken Prägung?

Wie kann es Ihnen gelingen, sich von den Erfahrungen der Vergangenheit zu befreien?

Diese Möglichkeiten sind Ihnen mit dem dritten Element, dem Erwachsenen-Ich, gegeben. Dieser wichtige Teil Ihrer Persönlichkeit bezeichnet die Phase, von der an Sie dazu in der Lage waren, Selbständigkeit und Eigenständigkeit zu entwickeln. Das Erwachsenen-Ich beginnt sich von dem Zeitpunkt an herauszubilden, da ein Kind merkt und erfährt, dass es eigene Entscheidungen treffen kann, dass es, nach eigenem Wunsch, etwas unternehmen, etwas bewegen kann.

Ein Beispiel:

Ein junges Paar beobachtet mit großem Vergnügen seinen zehn Monate alten Sohn, der in seinem Kinderbett herumturnt. Es fasziniert sie, zu sehen, wie das kleine Kind beginnt, sich zu bewegen, wie es erste Versuche unternimmt, seine Umwelt kennenzulernen. Der kleine Sohn hat beispielsweise gelernt, wie er sein Lieblingsspielzeug erreichen kann. Er braucht seine Hand nur wenige Zentimeter nach links auszustrecken, um das Spielzeug zu berühren. Das Kind freut sich über diesen Umstand so, daß es dieses kleine Kunststück jedem vorführt, der sich seinem Bett nähert.

Solche Verhaltensweisen können bei jedem Kleinkind beobachtet werden. Sie sind die ersten Zeichen dafür, dass das computerähnliche Gehirn des Kindes arbeitet, dass es eigenständige Handlungen anregt. Dieser computerähnliche Teil unserer Persönlichkeit stellt das Erwachsenen-Ich dar.

Und: Dieses Erwachsenen-Ich in uns nimmt eine Reihe wichtiger Aufgaben wahr. In diesem Bereich werden die Regeln und Lehren des Eltern-Ichs auf ihre Zweckmäßigkeit und ihren Sinn hin überprüft.

Das Erwachsenen-Ich entscheidet, ob diese Regeln noch heute angemessen und zutreffend sind, ob sie tatsächlich noch zur Anwendung kommen sollten. Es fragt, ob die Erfahrungen des Eltern-Ichs auch heute noch Gültigkeit haben, ob es sinnvoll ist, sie einzusetzen. Im gleichen Maße werden die im Kindheits-ich gespeicherten Gefühle und Empfindungen einer Prüfung unterzogen. Das Erwachsenen-Ich entscheidet, ob diese in der Kindheit wahrgenommenen Empfindungen auch in der Gegenwart noch Bestand haben können, oder ob solche Verhaltensweisen und Gefühlsäußerungen nicht längst überholt sind.

Ein Beispiel:

Kein Mensch wird sich daran stören, dass eine Frau bei ihrer Hochzeit von ihren Gefühlen überwältigt wird und plötzlich anfängt zu weinen. Aber: Niemand hätte Verständnis dafür, dass die Frau ihren Mann während des Hochzeitsessens anschreit.

„Was du auch tust,
tue es weder gegen deinen Willen
noch ohne Menschlichkeit
noch ohne vernünftige Überlegung.“
Mark Aurel

Wie auch Du Dein LebensGlück findest und es zu finanzieller Freiheit schaffen kannst.

 

lothanius

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